München

 

 

München besitzt ein Straßenbahnnetz in Normalspur, welches eine Streckenlänge von 71km aufweist. Der Fuhrpark ist mittlerweile fast vollständig niederflurig, wobei man zwischen 1990-2001 die Typen GT6N und GT8N2 beschaffte. 1990-1991 beschaffte man drei Prototypen des damals noch recht neuen Fahrzeugtyps, welche inzwischen jedoch aus dem Bestand ausgeschieden sind. Die Serienbeschaffung der GT6N - in München als R2.2 bezeichnet - erfolgte dann zwischen 1994-1997, es wurden insgesamt 70 Stück beschafft, von denen jedoch zwei bereits unfallbedingt ausgeschieden sind. Die Fahrzeuge stoßen in der Hauptverkehrszeit aufgrund ihrer Größe oftmals durchaus an die Grenzen ihrer Kapazität, weshalb man zwischen 1999-2001 20 Fahrzeuge des Typs GT8N2 beschaffte, welche zwar technisch den GT6N gleichen, jedoch vierteilig ausgeführt sind und ein anderes Design aufweisen. In München bezeichnet man sie als R3.3.

Doch noch kann auf die markanten Fahrzeuge des Typs P aus den 60ern nicht verzichtet werden. Einstmals in großen Stückzahlen exklusiv für München gebaut, verkehren diese Kurzgelenk-Triebwagen mit passenden Beiwagen heute nur noch in einer sehr geringen Zahl. Genauer gesagt gibt es heute noch drei Züge, welche im Linienverkehr jedoch nach wie vor unabdingbar sind, zumindest wochentags und zu Großveranstaltungen. Die meisten dieser Fahrzeuge haben eine neue Heimat in Timisoara(Rumänien) gefunden. Noch dürften die restlichen P-Wagen in München einige Jahre im Einsatz stehen, denn Bombardier möchte die Typen GT6N und GT8N2 nicht mehr liefern, weshalb man bei der Firma Stadler mehrere Fahrzeuge des Typs Variobahn bestellte. Doch derzeit laufen lediglich Testfahrten mit diesem Fahrzeug, die zudem noch von Problemen überschattet werden. Zudem dürfte der Fahrzeugbedarf künftig steigen, da Streckenerweiterungen anstehen.

Die verbleibenden P-Wagen haben sich mittlerweile zu einem regelrechtem Magneten für Straßenbahn-Freunde von überall her entwickelt.

Bilder aus dem Sommer 2009, zur Zeit der Aufnahmen war das Netz teilweise mit Baustellen-Linien befahren, die es sonst nicht gibt

R2.2

Endstelle Schwanseestraße

Fachnerstraße

Romanplatz

In der Abendsonne präsentiert sich dieser Wagen am Hauptbahnhof Süd.

Gondrellplatz

Lenbachplatz

Effnerplatz

Nationalmuseum / Haus der Kunst

Karlsplatz, im Volksmund eigentlich nur Stachus genannt

R3.3

Ostfriedhof

Wettersteinplatz

Maria-Ward-Straße

 

P-Wagen

Gondrellplatz

Amalienburgstraße

Westendstraße

Der rustikale Innenraum

 

Die Münchentram ist eine saisonal angebotene Stadtrundfahrt. Zum Einsatz kommt dabei ein Zug des Typs M mit passendem Beiwagen. Diese dreiachsigen Großraumwagen wurden in den 50ern und 60ern erbaut und wurden 1998 ausgemustert. Das hier gezeigte Fahrzeug ist Baujahr 1957, vom Typ M4.65, hatte ursprünglich die Nummer 888 und wird heute von den Freunden des Münchener Trambahnmuseums e.V. betreut. Es wurde in der Wendeschleife Sendlinger Tor aufgenommen.

 

U-Bahn

München verfügt seit 1971 über ein U-Bahn-Netz. Die U-Bahn war ursprünglich als Ersatz für die Straßenbahn vorgesehen. Das unsinnige Leitbild der "autofreundlichen Stadt" sollte den Nahverkehr weitestgehend unter die Erde verbannen, lediglich Busse sollten neben der U-Bahn verkehren. Doch es zeigte sich rasch, daß dies nicht so ohne weiteres möglich ist. Der U-Bahn-Bau ist im Vergleich zu neuen Straßenbahnstrecken sehr teuer, zudem rentieren sich nicht für alle Strecken U-Bahn-Verbindungen. Weiterhin fällt die Feinaufteilung weg, da die Stationsabstände der U-Bahn größer sind. Somit entschied man sich 1985 für den Erhalt der Straßenbahn. Mittlerweile sind ohnehin einige Streckenabschnitte der U-Bahn relativ schwach frequentiert und werden nur im 10-Minutentakt bedient. Die 2,90m breiten Fahrzeuge verkehren entweder mit vier oder sechs Wagen. Am Wochenende verkehren jedoch auch manchmal nur einzelne Doppeltriebwagen im 20-Minutentakt, etwa auf der U4.

An Wagenmaterial kommen drei verschiedene Typen zum Einsatz:

A-Wagen: Die ältesten Fahrzeuge, zwischen 1967-83 beschafft. Einfach gräßliche Kisten, laut, der Innenraum sieht gruselig aus und die Türen scheppern nervtötend laut!

B-Wagen: Die zweite Generation, zwischen 1981-1994 gebaut. Zwar etwas besser als die A-Wagen, aber immer noch nicht sehr ansprechend.

C-Wagen: Die modernsten Fahrzeuge, 2000-2001 und 2005 wurden insgesamt 18 Züge(108 Einzelwagen) beschafft. Sie sind durchgängig begehbar, ähnlich dem H-Zug in Berlin. Sie sind relativ bequem und leise und bieten einen angenehmen Innenraum.

Da ich die Münchener U-Bahn ehrlich gesagt zum Kotzen fand und nur wenige Stationen oberirdisch liegen, habe ich auch nur wenige Bilder gemacht.

Studentenstadt, A-Wagen

Kieferngarten, A-Wagen

Kieferngarten, C-Wagen

Studentenstadt, C-Wagen

 

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