Leipzig

 

 

Leipzig besitzt ein Straßenbahnnetz in der ungewöhnlichen Spurweite von 1458mm. Mit 148,1km Streckenlänge ist es derzeit das zweitgrößte in Deutschland, nur übertroffen von Berlin. Derzeit verkehren 14 Linien in Leipzig. Zum Einsatz kommen verschiedenste Fahrzeuge.

 

Tatra T4D(-M)/B4D(-M):

Zu DDR-Zeiten wurden zwische 1968-1987 die beachtliche Zahl von 597 Trieb- und 273 Beiwagen dieses Typs beschafft. Nach der Wende wurden zwar etliche Fahrzeuge verkauft und verschrottet, doch noch immer bilden sie - wenn auch in modernisierter Form - das Rückgrat der Straßenbahn in Leipzig. Das endgültige Einsatzende ist noch nicht absehbar, es wird vermutlich im Jahre 2020 so weit sein. Bei der Modernisierung erhielten die Fahrzeuge u.A. eine Choppersteuerung und ein verändertes Äußeres(besonders auffällig sind die veränderten Scheinwerfer). Die Bezeichnung lautet seitdem T4D-M bzw. B4D-M. Acht der Beiwagen wurden mit einem niederflurigem Mitteleinstieg versehen. Sie dienten ursprünglich dem Fahrradtransport, was jedoch nicht mehr praktiziert wird. Noch heute werden Großzüge gebildet, jedoch ist der Beiwagen dann meistens ein Niederflurbeiwagen. Es kommen ebenso Hängerzüge(auch hier meistens mit einem Niederflurbeiwagen) und Doppeltraktionen zum Einsatz.

Beiwagen NB4:

Um das Niederflurangebot zu erhöhen, wurden in Leipzig insgesamt 38 Niederflurbeiwagen von Bombardier beschafft. Diese kommen hinter den Tatra-Triebwagen zum Einsatz. Sie verfügen im Gegensatz zu diesen über eine Türschließautomatik.

Ahornstraße

Kurz hinter der Diezmannstraße

Forstweg, einer der wenigen B4D mit Niederflureinstieg

Großzschocker

Kurt-Kresse-Straße

Ratzelbogen

Kurz vor der Endhaltestelle Schkeuditz

Einfahrt in die Endhaltestelle Sommerfeld

Stahmelner Weg

Heiterblick Teslastraße

Gemeinsam mit einem NGT8 in der Wendeschleife Lausen

Wahren

Wilhelm-Leuschner-Platz...

...und kurz davor

Einige der T4D sind heute noch als Arbeitswagen im Bestand. Hier ein Zug, der gerade den Betriebshof Angerbrücke verläßt

 

NGT8:

Diese Fahrzeuge wurden zwischen 1995-1998 in insgesamt 56 Exemplaren beschafft. Hersteller war ein Konsortium aus ABB, DÜWAG, Siemens und dem Waggonbau Bautzen. Sie sind abgeleitet von NGT6C, der erstmals in Kassel zum Einsatz kam, besitzen jedoch statt Einzelrad-Einzelfahrwerken im Mittelteil Kleinrad-Drehgestelle. Die Fahrzeuge werden inzwischen modernisiert und erhalten dabei den neuen LVB-Lack in silber-blau. Da die Kapazität der Triebwagen für die aufkommenstärksten Linien nicht ausreichte, wurde eine Weiterbeschaffung nicht weiter verfolgt.

Kurz hinter der Diezmannstraße

Wilhelm-Leuschner-Platz

 

Leoliner:

Der Leoliner ist ein Eigenbau aus Leipzig. Um die Kosten für die Beschaffung neuer Fahrzeuge zu senken, entwickelten und bauten die Leipziger Fahrzeugservicebetriebe(eine Tochtergesellschaft der LVB, heute Heiterblick GmbH) den Leoliner. Es handelt sich um ein zweiteiliges, sechsachsiges Fahrzeug mit 60 % Niederfluranteil. Die Fahrzeuge sind traktionsfähig und somit bei der Einsatzgestaltung relativ flexibel. Sie kommen zu aufkommensschwachen Zeiten als Solo-Wagen zum Einsatz, auf den stärker frequentierten Linien in Doppeltraktion. Nachdem bisher 30 Wagen beschafft wurden(plus zwei Prototypen, die optisch von der Serie abweichen), sollen künftig weitere 18 Exemplare beschafft werden. Die Fahrzeuge bereiten oft technische Probleme und sind beim Fahrpersonal unbeliebt. (im Moment sind leider noch keine Bilder verfügbar)

 

NGT12-LEI (Classic XXL):

Um die kapazitätsstarken Tatra-Großzüge zu ersetzen, beschaffte man in Leipzig insgesamt 24 Exemplare dieses zwölfachsigen Gelenktriebwagens. Vorher hatte man testweise bereits ein Exemplar aus Dresden getestet. Die Leipziger Version erhielt jedoch ein anderes Design und unterscheidet sich optisch daher erheblich von den Dresdner Wagen. Die Fahrzeuge können ihre Kapazität vor allem zu Großveranstaltungen wie etwa der Leipziger Messe ausspielen. Die Wagen sind zu 70 % niederflurig, da sie Drehgestelle besitzen, was jedoch die Gleise schont und für einen besseren Lauf sorgt. Eine Weiterbeschaffung ist künftig erstmal nicht vorgesehen.

Ahornstraße

Fahrschuleinsatz, kurz hinter der Diezmannstraße

 

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