Erfurt

 

 

1883 wurde in Erfurt die Pferdestraßenbahn eröffnet. Diese rollte einige Jahre, bis 1894 das Netz elektrifiziert wurde. Heute verfügt man über 42,9km Gleis in Meterspur. Das Zentrum des Netzes ist der Anger in der Stadtmitte in einer Fußgängerzone, wo sich alle Linien treffen.

Die Erfurter Verkehrsbetriebe hatten maßgeblich Einfluß auf die Entwicklung bestimmter Standardtriebwagen, wie etwa dem zweiachsigem T2, welcher als Vorgänger der zweiachsigen Gotha-Wagen betrachtet werden kann. Auch brachte Erfurt viele Wünsche bei der Konstruktion der Straßenbahnwagen der DDR ein.

Ab den 70er Jahren hielten auch Tatra-Triebwagen Einzug in Erfurt und verdrängten die Gothaer Fahrzeuge. Diese wiederum mußten im neuen Jahrtausend größtenteils Niederflurbahnen weichen.

Heute bezeichnet man die Straßenbahn als "Stadtbahn", was so eigentlich nicht richtig ist, wenn man unter Stadtbahn Systeme wie im Ruhrgebiet versteht. Werktags wird ein 10-Minutentakt auf allen Linien angeboten, der als "City Takt" bezeichnet wird. Es gibt heute sechs Linien, zu besonderen Anlässen verkehrt noch eine siebente Linie.

 

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